Verlag oder nicht: Welcher Weg ist sinnvoller?

Blick auf Buchstabenformen von einem Buchdrucker

Dieser Beitrag ist wohl der wichtigste auf meinem Blog. Fast ein jeder Autor fragt sich irgendwann. Ist ein Verlag sinnvoll oder nicht? Wenn ja, wie kommt man als Jungautor zu einem Verlag und welche Alternativen gibt es eigentlich? Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, alles ist möglich und jeder Weg ist irgendwie der Richtige. In diesem Artikel möchte ich erklären, welcher Weg für dich der bessere ist und was du tun kannst.


Wann ein Verlag sinnvoll ist

Fast ein jeder Autor träumt davon unter einem Verlag veröffentlicht zu werden. Mittlerweile ist es auch nicht mehr so schwer. Es gibt viele Verleger und wenn das Buch passt, ist die Chance groß, dass es veröffentlicht wird. Die Frage ist nur, willst du es überhaupt. Ich sag es einmal so. Wer für die breite Maße schreibt, zum Beispiel Romane wie Stephen King oder ähnliches, sollte sich einen Verlag suchen. Warum? Weil dieser alles für dich übernimmt. Die Werbung, die Termine und Co. Außerdem musst du bei solchen Büchern nicht deine Meinung vertreten, wie bei manchen anderen Büchern.

Natürlich werden auch Romane lektoriert, aber es ist wahrscheinlich weniger schlimm, wenn die Geschichte ein bisschen verändert wird, statt deine Meinung. Schreibst du dagegen ein Buch über „Gedankenkraft“, wie du es anwendest und was man damit tun kann, wirst du wollen, dass genau diese Dinge im Buch stehen. Es gibt leider einige Verleger, die es anders wollen und am Ende dein Buch ruinieren. Gerade bei spirituellen Büchern finde ich es wichtig, dass das Buch beim Autor bleibt, weil es seine Energie hat. Wird zu viel herumgepfuscht, findest es nicht zu den Lesern, die es brauchen.


Vor- und Nachteile von einem Verlag

Die größten Vorteile sind, dass der Verlag für dich Werbung macht. Du wirst bei den Großhändlern gelistet und man kann dich bestellen. Bücher von bestimmten Verlegern kommen automatisch in den Buchhandel, weil die Händler wissen, es handelt sich um gute Bücher. Man übernimmt für dich sämtliche Kosten, das Lektorat und alles was dazu gehört. Leider bestimmt der Verlag aber auch den Preis und du bekommst davon wenig ausbezahlt. Teilweise unter einem 1 Euro pro Verkauf. Wenn du ein Besteller schreibst, der Millionen Euro einbringt, ist 1 Euro viel. Verkaufst du nur wenige Exemplare, kommst du damit leider nicht weit. Deswegen meinte ich zu Anfang, ein Verlag macht dann Sinn, wenn du dich auf eine große Masse konzentrierst. Handelt es sich bei deinen Lesern um eine kleine Zielgruppe, gibt es andere Wege.


Book of Demand ist der neue Trend bei Autoren

Viele Jungautoren lassen ihre Bücher mittlerweile über Book of Demand drucken. Hier gibt es mehrere Firmen, die es realisieren. Sogar bei Amazon selbst besteht die Möglichkeit Bücher drucken zu lassen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Du kannst alles selbst bestimmen. Den Preis, das Cover, du kannst deine Meinung im Buch sagen, ohne das dir jemand dazwischenfunkt und bist der Herr, die Frau über dem Buch. Nachteile gibt es leider auch. Sämtliche Marketingmaßnahmen musst du bezahlen, ebenso das Lektorat. Außerdem haben manche Händler etwas gegen Selbst-Autoren, weil sie der Meinung sind, diese haben keine Ahnung von Literatur. Dies mag dahingestellt sein. Sicher gibt es viele Schrott Bücher, aber es gibt auch viele gute Bücher, die selbst gedruckt werden. Manchmal geht es nicht um den Stil des Buches, sondern um den Inhalt. Und dies sollte bekanntlich zählen.

Falls du bereits Fans hast, beispielsweise auf Facebook oder Instagram, wird sich das Buch von allein verkaufen. Hier brauchst du keine extra Werbung. Wir empfehlen, baue dir vorab eine Community auf und verkaufe erst danach dein Buch. Aber auch Facebook Werbung ist nicht teuer. Es kommt auf die Branche an und wieviel du im Endeffekt für das Buch verlangst. Möchtest du selbst verlegen bzw. das Buch einzeln drucken lassen, ist es wichtig, dass du dich mit Marketing ein wenig auskennst. Hier empfehle ich dir, informiere dich über Vertriebswege und arbeite selbst an deiner Karriere. Der zweite Weg ist härter, dafür hast du mehr Macht über dein Buch und kannst durchaus auch Bücher in den Umlauf bringen, die einem Verlag nicht so gut gefallen. Bleib dran und baue dein Projekt langsam, aber stetig auf, dann klappt es garantiert mit der Karriere auch bei dir.

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